SPD Ortsverein Nabburg

                      ... sozial, ehrlich, für Nabburg


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Tradition die verpflichtetDer Ortsverein der sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) hat von allen politischen Parteien und Gruppierungen, die im Stadtgebiet Nabburgs aktiv sind, die längste Tradition. Die Gründung der Nabburger SPD Nabburg war in seiner gesamten Geschichte immer eine Ackerbürgerstadt, ein Verwaltungssitz und eine Schulstadt gewesen. Obwohl es deshalb seit jeher am klassischen Wählerpotential für die Sozialdemokratie, nämlich der Arbeiterschaft und ihrem Umfeld fehlte, lassen sich schon vor der Jahrhundertwende erste Anzeichen sozialdemokratischer Aktivitäten feststellen. Sie finden sich vor allem bei den zahllosen Polierern, Glasschleifern und in den Spiegelproduktionsstätten in Ostbayern im ausgehenden 19. Jahrhundert.Das Arbeiter- und Wirtshaus in Nabburg bestand ein großes Polierwerk an der Wiesmühle, für die Schleif- und Poliergesellen war ein eigenes Arbeiterhaus errichtet worden. Mit großer Wahrscheinlichkeit besteht ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Stammlokal der Nabburg Sozialdemokraten nach dem Krieg und dem Wirtshaus auf der sogenannten "Hussiten". Sein Besitzer war der bereits 1906 in die SPD eingetretene Sozialdemokrat Knorr."Sozialdemokratischer Verein"Im 1. Weltkrieg organisierte ein ,,Sozialdemokratischer Verein für den Reichstagswahlkreis Amberg - Sulzbach - Nabburg" Wahlkämpfe für die Reichstagswahlen. Seit 1919 existierte in Nabburg eine SPD-Gruppe.Josef Haller und Jakob PlößlKaum jemand weiß heute noch, dass der unter mysteriösen Umständen ermordete ehemalige Bürgermeister Josef Haller und sein Nachfolger im Amt Jakob Plößl ursprünglich Sozialdemokraten gewesen waren. Wahlkampf & Kultur Neben der Organisation von Wahlkämpfen und der Abhaltung von politischen Versammlungen wurden den Mitgliedern Maifeiern, Tanzveranstaltungen und kulturelle Aktivitäten geboten.Die Machtübernahme der NazisDurch die Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 wurde es für Andersdenkende in Deutschland zunehmend schwieriger politisch zu arbeiten.Meldepflicht für VersammlungenDie letzte Wahlversammlung der Nabburger SPD fand am 18. Februar 1933 statt. Sie musste bei der Polizei angemeldet werden. Der Bericht der Nabburger Gendarmeriestation darüber ist noch erhalten geblieben. Besonderen Mut bewies dabei der Versammlungsleiter Michl Deml. Michael Deml in "Schutzhaft" Er hatte am Tag der Machtergreifung auf dem unteren Markt Flugblätter unter die versammelten Nazis verteilt.Wegen seiner politischen Gesinnung wurde er im Juni 1933 vorübergehend in die "Schutzhaft" genommen. Noch 1936 traute er sich in einem Nabburger Wahllokal öffentlich gegen die Wahlfälschung der Nazis zu protestieren, was die fristlose Kündigung seiner Arbeitsstelle nach sich zog. Politische Parteien jeder Art waren inzwischen verboten worden.Die NeugründungUnmittelbar nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges war es wiederum Michl Deml, der daran ging die SPD in Nabburg neu zu gründen. Über die Aktivitäten des Ortsvereins notiert das Protokollbuch: "Am 26. Januar 1946 fand in Nabburg - nach fast 13 Jahren - die erste sozialdemokratische Wahlversammlung statt. Als Referent war der Genosse Nikolaus Rott aus Weiden erschienen. Punkt 19.00 Uhr eröffnete der Genosse Gebhard die überfüllte Versammlung. Genosse Rott sprach über die Bedeutung der Gemeindewahl und schilderte den schrecklichen Nazi-Terror im Dritten Reich....die Versammlung war ein voller Erfolg für die SPD". Am Tag darauf fanden die Gemeindewahlen in den Gemeinden unter 20 000 Einwohnern statt. In den Stadtrat Nabburg zogen 9 Stadträte ein. SPD-Spitzenkandidat Gebhard gehörte ab sofort neben 8 CSU-Räten dem Nabburger Stadtrat an. Dieser war auch der erste Nachkriegsvorstand. Er wurde durch den Schuhmachermeister Alois Dirscherl im Amt des Ortsvorsitzenden abgelöst. Unter seiner Führung gelang es, die Zahl der Mitglieder auf 57 anzuheben. Von 1951-1966 war schließlich Michael Liebl Ortsvorsitzender und Vertreter der SPD im Nabburger Stadtrat.Sozial, ehrlich und für NabburgMit der Gebietsreform und der Entstehung des Großlandkreises Schwandorf im Jahre 1972 gelang es den Nabburger Sozialdemokraten auf Anhieb, mit Rudi Scharf und Karl Kirch zwei Kreisräte in den neuen Kreistag zu entsenden. 1987 wurde Rudi Scharf vollkommen überraschend zum neuen 1. Bürgermeister der Stadt Nabburg gewählt. Er blieb bis zu seinem plötzlichen Tod im Mai 1995 im Amt. Seit 1988 gibt der SPD-Ortsverein eine eigene Ortsvereinszeitung, das STADTTOR heraus, welche regelmäßig an alle Nabburger Haushalte verteilt wird. Schon zur Tradition geworden ist inzwischen der Politische Aschermittwoch im Perschner Brotzeitstüberl des Bauernmuseums. Seit Januar 2000 hat die SPD Nabburg eine eigene Internetseite und informiert Interessierte über die Arbeit in der Kommunalpolitik. Derzeit stellt die SPD mit Armin Schärtl den 1. Bürgermeister der Stadt Nabburg. Evi Thanheiser, Rita Holzgartner, Peter Haas, Josef Hösl und Josef Weber gehören dem Stadtrat an.

Aktuelle Nachrichten auf SPD.de

Aktuelle Meldungen des Parteivorstand sowie Kommentare und Berichte.
  • SPD gratuliert Ursula von der Leyen
    Die SPD hat Ursula von der Leyen zu ihrer Wahl zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gratuliert. Von der Leyen habe „nun die Chance, ein Europa mitzugestalten, das nicht auf nationale Egoismen setzt, sondern auf Zusammenhalt und Einigkeit. Auf diesem Weg wird die SPD sie nach Kräften unterstützen“, so die kommissarischen SPD-Vorsitzenden Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig. Die Erklärung im Wortlaut.
  • SPD lehnt Vorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk ab
    Die SPD-Spitze lehnt den Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, als nicht überzeugend ab. „Damit würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt“, sagten die drei kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig. Das Statement im Wortlaut.
  • „Boden ist keine Ware, sondern Gemeingut“
    Für viele Menschen wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor allem explodierende Bodenpreise, knapper Wohnraum und Bauland erschweren bezahlbare Mieten. Die SPD will eine Trendwende – und erhält dafür von der Baulandkommission der Bundesregierung Rückenwind.